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Welchen Bag nehme ich?

Es gibt verschiedene Bagtypen und -größen. Die Handhabung der verschiedenen Bagtypen kann sehr unterschiedlich sein. Letztendlich muss aber jeder für sich entscheiden, welchen Bag er für sein Instrument haben möchte. Es ist nur häufig sehr schwer, sich in der Vielzahl der Angebote zurechtzufinden und sich zu entscheiden, daher werden in den folgenden Untermenüs die Bagtypen und die Pflege der einzelnen Bagtypen etwas genauer beschrieben.

Häufig wird gesagt, dass die Baggröße mit der Körpergröße des Spielers und der Armlänge zusammenhängt. Das ist bedingt richtig. Auch große Piper spielen kleine Bags, weil sie in der Handhabung einfach und bequem sind.

Es gibt vier Bagggrößen: Extended Small (XS) ist der kleinste Bag. Small (S) ist etwas größer. Medium (M) ist wiederum größer. Large (L) ist der größte Bag.

Um den richtigen Bag, der optimal für den Spieler ist, zu finden, ist es wichtig, dass der Piper darauf achtet, dass der Bag gut unter dem Arm liegt und dass die linke Hand beim Spielen frei ist und nicht, dass der Bag darauf liegt.

Ich selbst begann mit einem Medium-Bag, weil dieser eigentlich ganz gut zu meiner Körpergröße passte. Leider aber lag ein Teil des Bags immer auf dem linken Handgelenk, so dass die Hand beim Spielen nicht richtig frei kam. Ich entschied mich dann für Extended Small, dem kleinsten Bag. Er liegt sehr gut im Arm und die linke Hand kommt frei.

Der kleine Bag ist sehr viel schneller mit Luft gefüllt als der große Bag, allerdings ist es nicht so, dass man öfter pusten muss als bei einem größeren Bag, da man den Bag ohnehin niemals leer drückt, sondern immer nur gerade soviel Luft durch Armdruck herauspresst, wie man zum Luftholen braucht.

Aber trotzdem: wenn man sich nun endlich für die Baggröße entschieden hat, weiß man immer noch nicht, für welchen Bag man sich entscheiden soll. Soll er möglichst wartungsfrei oder traditionell sein? Gucke ich lieber ein bisschen auf den Preis oder suche ich mir den Bag nach Material und Spielgefühl aus?


Ich habe hier einmal eine Tabelle zu verschiedenen Bagtypen erstellt. Ich möchte dazu aber betonen, dass diese Tabelle aus meinen Erfahrungswerten entstanden ist. Sicher haben andere Dudelsacklehrer andere Erfahrungen gemacht. Im Prinzip muss jeder seine eigenen Erfahrungen machen, aber als Beginner, wenn man noch keine Ahnung hat von der Materie, ist es manchmal hilfreich, so eine Aufstellung zu bekommen.


Ich habe die Bag-Kategorien etwas zusammengefasst und es gibt auch noch andere Bezugsquellen außer die genannten. Es würde aber zu weit führen, alle Bezugsquellen aufzulisten.

​Bagtyp

Bezugsquelle

​Kommentar

​Vorteile

​Nachteile

Synthetic Bags mit Zipper

Synthetic Bags gibt es als Hybrid mit Kunstleder au-ßen und innen Kunststoff, was ein Spielgefühl ähnlich eines Lederbags ver-mittelt. Es sind die Größen XS, S, M und L wobei man sich bei der Aus-wahl der Bag-größe einer-seits an der Armlänge ori-entieren sollte, andererseits sollte man da-rauf achten, dass die linke Spielhand (Top Hand) nicht durch den Bag behindert wird, daher vielleicht doch lieber ei-nen etwas klei-neren Bag wäh-len.

​Wenig Arbeit mit den Bags. Mit Einbau des richtigen Feuchtigkeitssystems ist eine lange Spiel-dauer am Stück garantiert.

​Die reinen Kunststoffbags haben den Nachteil, dass sie sehr leicht sind, man die Pipe kaum spürt und sie schnell in sich zusammenfal-len, wenn man mal steht und wartet. Die Hybrid-Bags sind etwas schwerer und liegen besser im Arm. Leider bekommen beide Arten von Bags ihre undichten Stellen an den Klebestellen (Stocks, Zipper).

Syntetic Bags ohne Zipper

​Siehe oben.

​Siehe oben.

Siehe oben, außerdem kommt man schlecht an das Innenleben des Bags heran, so zum Beispiel beim Einbau eines Feuchtig-keitssystems oder beim Saubermachen etc.

​Gannaway Lederbag

​Ein Echtleder-bag mit der Sicherheit ei-nes Hybrids, aber der Arbeit eines Voll-Lederbags. Einbinden und Handhabung ist sehr einfach, jedoch muss er mit speziellen Dichtungsmitteln regelmäßig abgedichtet werden.

​Echtes Leder (neuseeländisches Rind), sehr gutes Spielgefühl, mit und ohne Zipper, wobei mit Zipper etwas praktischer zu handhaben ist. Er benötigt Primer (ca. 1x im Jahr) zum Abdichten, und alle paar Wochen ein Dressing, um das Leder innen dicht und geschmeidig zu halten.

​Relativ arbeits-intensiv. Ist für komplette An-fänger, die ge-rade erst die Technik der Pipe erlernen, noch nicht unbedingt geeignet.

​Sheepskin-Bag

​Der Sound-Traum eines je-den Pipers. Voll-Ledersack, der zum Ab-dichten regel-mäßig Seaso-ning braucht.

​Sehr angenehmes Spielgefühl, Pipe liegt gut im Arm, guter Sound.

​Sehr teuer und sehr geringe Haltbarkeit. Sehr arbeits-intensiv (Seaso-ning häufig alle acht Wochen).

​Goatskin-Bag

​​DerSound-Traumeinesje-denPipers.Voll-Ledersack,derzumAb-dichtenregel-mäßigSeaso-ningbraucht.

​​Sehr ange-nehmes Spiel-gefühl, Pipe liegt gut im Arm, guter Sound. Lange Haltbarkeit über mehrere Jahre, Seaso-ning nur ca. einmal im Jahr, daher macht er wenig Arbeit.

​Sound nicht ganz so extrem gut wie bei einem Sheep-skin-Bag, aber auch sehr gut.




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